4. März – 13. Mai 2018

Tamina Amadyar

In äußerster Klarheit, einfach, unmittelbar ist TAMINA AMADYARs Farbe da. Offen steht sie auf der bloßen Leinwand. Strahlend leicht, fast schwebend übersteigen die Farben ihre materielle Gebundenheit. Weit ausschwingend gleißen sie ineinander, heben, durchblenden oder überwölben einander. In Setzung und Entgegnung, Aufruhr und Ausgleich, zwischen Intimität und Intensität trägt allein die Farbe die Bildfelder.

Farbe und Licht entfalten dabei eine Sinnlichkeit, die spürbar über die Bilder hinaus weist. Nur was holt Tamina Amadyar in die Anwesenheit? Sie malt aus der Erinnerung. Und auf ihren Bildern – verborgen in der Farbe und zugleich von dieser enthüllt – scheinen so tatsächlich Orte, unscheinbare Alltagssituationen oder ganze Landschaftszüge als farbige Stimmungen, Empfindungen und Ahnungen auf. Ein Erfahrungshorizont, der Tamina Amadyars Malerei zu einem enormen Resonanzraum macht.

 

 

Eröffnung
Sonntag, 4. März, 11 Uhr

 

Begrüßung
Wolfgang Riehle
Vorsitzender

 

Einführung
Christian Malycha
Künstlerischer Leiter

 

 

TAMINA AMADYAR

1989: Geboren in Kabul, lebt seit 1994 in Deutschland. 2008–2014: Kunstakademie Düsseldorf.

Seit 2010 zahlreiche internationale Einzel- und Gruppenausstellungen, u.a.: Contemporary Fine Arts, Berlin. Eduardo Secci Contemporary, Florenz. Farbvision, Berlin. Galerie der Stadt Remscheid. Galerie Guido W. Baudach, Berlin. Gillmeier Rech, Berlin. Gold & Beton, Köln. Hooper Projects, Los Angeles. KIT, Düsseldorf. Kunsthaus Dortmund. Kunsthaus Essen. Kunstverein Heppenheim. Kunstverein Pfaffenhofen. Kunstverein Reutlingen. Ornis A. Gallery, Amsterdam. Salon Dahlmann, Berlin. Schäfer Grafisk Værksted, Kopenhagen. Sunday-S, Kopenhagen. Tanya Leighton, Berlin.

 


4. März – 13. Mai 2018

Anna Fasshauer Michail Pirgelis Rebecca Warren

Der menschliche Körper steht im Zentrum dieser Ausstellung – nicht jedoch als Abbildung oder Darstellung einer menschlichen Gestalt, sondern in seiner Abwesenheit.
Auf ganz eigene Weise haben sich ANNA FASSHAUER, MICHAIL PIRGELIS und REBECCA WARREN in den vergangenen Jahren ein plastisches oder skulpturales Vokabular erarbeitet, das um diese Leerstelle des menschlichen Körpers kreist. Durch ihr Material, den Einbezug und die Aktivierung des gesamten Raumes lösen sie das Einzelwerk in seiner Umgebung auf oder verdichten diese in markanten Konstellationen.
Und da sie mit menschlichen Proportionen und Dimensionen im Raum arbeiten sowie mit gefundenen, versetzten und weiterbearbeiteten Zeichen und Relikten menschlichen Tuns, sind die BetrachterInnen gleichsam der ›fehlende Bezug‹, die eben doch anwesende menschliche Figur.

 

 

Eröffnung
Sonntag, 4. März, 11 Uhr

 

Begrüßung
Wolfgang Riehle
Vorsitzender

 

Einführung
Christian Malycha
Künstlerischer Leiter

 

 

 

ANNA FASSHAUER
1975: geboren in Köln. 1996–1999: De Montford University, Leicester. 2000–2001: Chelsea School of Art and Design, London.
Seit 2001 institutionelle Ausstellungen, u.a.: Autocenter, Berlin. Barbican Center, London. Bregenzer Kunstverein, Bregenz. Goethe-Institut, Beirut. International Triennial of Contemporary Art, Izmir. Kunstraum Fuhrwerkswaage, Köln. Kunstverein Arnsberg. Kunstverein Offenburg. KW Kunstwerke, Berlin. Liverpool Biennale, Liverpool. London Institute, London. Orient-Institute, Beirut. Skulpturen-Triennale, Bingen am Rhein. Staatliche Kunsthalle Baden-Baden. Tabernacle, London.

 

MICHAIL PIRGELIS
1976: geboren in Essen, aufgewachsen in Xanthi. 2003–2009: Kunstakademie Düsseldorf. 2007: Villa Romana-Preis. 2008: Adolf Loos-Preis.
Seit 2005 institutionelle Ausstellungen, u.a.: Akademie der Künste, Berlin. Bundeskunsthalle, Bonn. Centro Arte Moderna e Contemporanea, La Spezia. Deste Foundation, Athen. Kunstmuseum Bonn. Kunstverein Ludwigshafen. Leopold Hoesch Museum, Düren. Malkasten, Düsseldorf. Marta, Herford. Museum Morsbroich, Leverkusen. Museum Pfalzgalerie, Kaiserslautern. Philara, Düsseldorf. Rubell Family Collection, Miami. Thessaloniki Biennale of Contemporary Art, Thessaloniki.

 

REBECCA WARREN
1965: geboren in  London. 1989–1992: Goldsmith’s College, London. 1992–1993: Chelsea College of Art, London. 2006: Turner Prize-Nominierung.
Seit 1993 institutionelle Einzelausstellungen und Werke in öffentlichen Sammlungen, u.a.: Fondation Vincent van Gogh, Arles. Henry Moore Institute, Leeds. Kunsthalle Zürich. Le Consortium, Dijon. Met Breuer, New York. Mondern Institute, Glasgow. Museum Dhondt-Dhaenens, Ghent. Museum of Art, Dallas. Nasher Sculpture Center, Dallas. Renaissance Society, Chicago. Saatchi Gallery, London. Serpentine Gallery, London. Tate, St. Ives. Whitechapel Gallery, London.