Elly Weiblen

 

 

Unwillkürlich stellen sich vor den neuen Temperamalereien und Pinselzeichnungen von Elly Weiblen – ihren Giardini oder Gärten benannten Arbeiten – naturhafte Anmutungen ein. Hell klingende Lichttöne fein ausdifferenziert und irdene Farbpartien sorgsam gesetzt scheinen dieselben dabei vielfachen Perspektivwechseln geschuldet zu sein: Aus weiterer Entfernung besehen ist da das visuelle Erkunden der Bildgeografien wie aus dem Vogelflug, das unbändig über die Farbwege und Farbenfelder hinweggleitet.

 

Näher schon betrachtet breitet sich – Blatt um Blatt, Blüte um Blüte, auch Gefäss um Gefäss anwachsend – eine freie Zeichenvegetation schier panoramatisch vor uns aus, die die sichtbare Dingwelt und menschliche Figuration organisch miteinzubegreifen vermag. Zuletzt in mikroskopischer Nahsicht vollends in diese Malareale eingetaucht bleibt allerdings nurmehr selbstsinnig materiales Leuchten der auf Leinwänden, Holztafeln und Chinapapieren verwandten Pigmente, die die für sie so charakteristischen Eigendynamiken zu entwickeln wissen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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