Markus F. Strieder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine ganze Landschaft aus grob behauenen, roh belassenen Stahlobjekten formiert sich im Ausstellungsraum: Dreidimensionale Spiralen, Kuben, Ringe, Polyeder. Gleichzeitig bildet jedes einzelne raumgreifende Objekt des Bildhauers Markus F. Strieder eine einzigartige Formation an sich, „eine Form, die Gestalt angenommen hat“. Die Ausbildung der individuellen Gebilde ist für den Künstler immer ein Dialog mit dem Material Stahl. Stahl ist ein sensibles Material, sagt er, und vergleicht es mit einem biegsamen Baum.

 

Die Entsprechung mit der Natur drückt sich nicht nur in der archaisch anmutenden Formensprache seiner Objekte aus, sondern auch ganz direkt in der Behandlung der Oberflächen. Rau und unpoliert erinnert der an den Plastiken stehengelassene Abbrand – mal samtigschwarz pulsierend, mal silbrighell glänzend – an die Haptik von Baumrinde. Der Arbeitsprozess als solcher, das Austarieren von Volumen und Räumlichkeit, bis zum Moment der Entstehung der einzelnen Formationen, wird hier für den Betrachter erfahrbar.

 

In den zweidimensionalen Tuschezeichnungen von Markus F. Strieder wiederholt sich der Prozess der Formfindung mit Pinsel und Rakel. Durch das Zusammenspiel luzider Farbschleier und dunkler Pigmentkonzentrationen entwickeln sich aus der Fläche heraus Volumina und Räumlichkeit, die mit den Formationen im Raum in Dialog treten.