Save the date: 20. September 2020

Gerrit Frohne-Brinkmann – In the unlikely event of fire

20. September bis 15. November 2020

Befinden wir uns im Zeitalter des Feuers? Diese Frage ist Ausgangspunkt der Einzelausstellung von Gerrit Frohne-Brinkmann. In eigens für den Kunstverein Reutlingen geschaffenen Werken spürt er humorvoll den evolutionären, gesellschaftspolitischen und ästhetischen Dimensionen von Brennendem nach.

Das Wissen um die unüberwindbare Wechselbeziehung von Vernichtung und Erschaffung, von Kontrolle und Machtverlust trifft in der Ausstellung auf die gestalterischen Mittel eines Bildhauers. So zeugen etwa filigrane, per Laser in Fotopapier eingebrannte Motive von Dokumentationsfotografien eines Feuerschadens von einem privaten Schicksal. Eine raumfüllende Installation aus einer Vielzahl von kolorierten und flackernden Himmelslaternen verweist hingegen auf die Ambivalenz zwischen Wunsch und Verbot und erinnert uns zudem schmerzlich an all die ausgefallenen Grillfeste dieses Sommers. Gerrit Frohne-Brinkmann, der in Hamburg lebt und arbeitet, verknüpft geschickt Anthropologie mit Event-Kultur und lässt aus der Kunstgeschichte bekannte Ready-Mades bewusst dilettantisch anmutenden Werken gegenüberstehen. Zusätzlich wird die Ausstellung um Leihgaben des Feuerwehrmuseums Reutlingen ergänzt, die neben den zeitgenössischen Werken neu kontextualisiert werden.

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Is this the Age of Fire? This question is the starting point of Gerrit Frohne-Brinkmann’s solo exhibition. He created new productions for the exhibition at the Kunstverein Reutlingen. With these he humorously traces the evolutionary, socio-political and aesthetic dimensions of burning things.

In this exhibition, the knowledge of the invincible interrelation between destruction and creation, between control and loss of power meets the creative means of a sculptor. Filigree motifs of documentary photographs depicting a fire damage burnt into photographic paper by laser bear witness to a private fate. In contrast, a room-filling installation consisting of a multitude of colored and flickering sky lanterns refers to the ambivalence between desire and prohibition. Moreover, it painfully reminds us of all the cancelled barbecues this summer. Gerrit Frohne-Brinkmann, who lives and works in Hamburg, skillfully combines anthropology with event culture. He juxtaposes ready-mades known from art history in opposition to works that seem deliberately dilettante. In addition, the exhibition will be supplemented by loans from the Reutlingen Fire Brigade Museum, which will be re-contextualized alongside the contemporary works.