Archiv der Kategorie: Rückblick 2019





AKTUELL


Sophie Reinhold / Ruth Wolf-Rehfeldt – Kein Witz, No Joke



DE

Die generationsübergreifende Werkschau bringt neue Malereien und Objekte von Sophie Reinhold (*1981) und die so genannten Typewritings von Ruth Wolf-Rehfeldt (*1932) zusammen. So unterschiedlich die Künstlerinnen auch sind, vereinen ihre Werke eine manische Beharrlichkeit, Präzision und einen subversiven Humor. Die Leinwände von Reinhold zeigen mal figürliche, mal abstrakte Sujets und durch das Beimischen von Marmormehl zur Farbe und das spätere Abschleifen oder Einschneiden der Leinwand werden die Bedingungen von Malerei zur Disposition gestellt. Möbelartige Objekte verweisen subtil auf Häusliches und verbinden das Öffentliche mit dem Privaten. Ruth Wolf-Rehfeldt stellte mit dem Mauerfall ihre künstlerische Praxis ein, doch bis dahin zirkulierte ihre Mail-Art weltweit. Das Postsystem ermöglichte es ihr, sich den Restriktionen innerhalb der DDR zu entziehen. Sie schuf aus den Zeichen ihrer Schreibmaschine kunstvolle Architekturen, Wellen und abstrakte Kompositionen.

        

EN

This intergenerational exhibition brings together new paintings and objects by Sophie Reinhold (*1981) and the “Typewritings” of Ruth Wolf-Rehfeldt (*1932). As different as the artists may be, their works share a manic perseverance, precision, and subversive humor. Reinhold’s canvases feature sometimes figurative, sometimes abstract compositions, and by mixing marble powder into paint and sanding or cutting the canvas, she questions the boundaries of painting. Sculptural objects that are reminiscent of furniture subtly hint at the domestic, connecting the public with the private. Ruth Wolf-Rehfeldt ended her artistic practice when the Berlin Wall fell, but until then her Mail Art circulated worldwide. The postal system enabled her to escape the restrictions of the GDR. She created ornate architectural structures, waves, and abstract compositions using the characters of her typewriter.





Programm / Program


Zur Eröffnung laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein!
You are cordially invited to join the opening!


Sonntag, 15.09., 11 Uhr / Sunday 15.09., 11am
Eröffnung / Opening reception

  


Begrüßung / Addresses of welcome
Wolfgang Riehle, Vorsitzender / Chairman

    

Einführung / Introduction
Imke Kannegießer, Künstlerische Leitung / Artistic Director

   
  

Samstag, 21.09., ab 18:30 Uhr / Saturday, 21.09. from 6.30pm
Reutlinger Kulturnacht / Night of Culture

   

Sonntag, 20.10., 14 Uhr / Sunday, 20.10., 2pm

Öffentliche Führung mit Jessica Plautz, Wissenschaftliche Assistenz / Public guided tour with Jessica Plautz, Scientific Assistant

  

Donnerstag, 24.10., 18 Uhr / Thursday, 24.10., 6pm
Kuratorenführung mit / Curator`s Tour with: Imke Kannegießer

  

Sonntag, 3.11., 15 Uhr / Sunday, 3.11., 3pm

Öffentliche Führung mit Elisabeth Weiß, Wissenschaftliche Assistenz / Public guided tour with Elisabeth Weiß, Scientific Assistant

  


  


DE

Anna M. Szaflarski beschäftigt sich mit den porösen Grenzen des physischen Körpers, unseres Bewusstseins und der Frage, wie der Körper in seiner Umwelt eingebettet ist, bzw. von ihr konstituiert wird. In Bezug auf Mikrobiologie, Literatur und Kunstgeschichte und beladen mit Fantasy- und Science-Fiction-Narrativen, entfremden uns die Werke und irritieren unsere Wahrnehmungserfahrung, in dem sie uns in erfundene Welten versetzen. Sinneseindrücke werden getrübt und das erlernte Körperwissen infrage gestellt. Dies ist die erste institutionelle Einzelausstellung von Anna M. Szaflarski, die bestehende Werke mit neuen, eigens für die Ausstellung geschaffenen Produktionen kombiniert. Comicartige Zeichnungen zeigen utopische und apokalyptische Szenen, ein farbenfrohes Textil imitiert beseelte Illustrationen eines Rorschach-Tests und Keramiken, die Haushaltsgegenstände nachahmen, lassen animistisch das Verhältnis zwischen Objekt und Subjekt verschwimmen.

    

Anna M. Szaflarski (*1984, St. Catharines, Ontario, CA) lebt und arbeitet in Berlin. Die Textilarbeit ist eine Zusammenarbeit mit dem Künstler Remko Van der Auwera. Die Keramiken sind in Zusammenarbeit mit Olga Milczyńska entstanden.

 

Die Ausstellung wird unterstützt durch /
die Botschaft von Kanada und der LBBW Stiftung

 


EN

Anna M. Szaflarski deals with the porous boundaries of the physical body and consciousness, as well as, how the body is embedded in its environment and constituted by surrounding inanimate objects. With reference to microbiology, literature and art history and loaded with fantasy and science fiction narratives, the works alienate us and irritate our perceptual experience by transporting us into invented worlds. Sensory impressions are confused and body knowledge learned is questioned. This is Anna M. Szaflarski’s first institutional solo exhibition, which combines existing works and new productions created especially for the show. Comic-like drawings Show utopian and apocalyptic scenes, a colorful textile mimics the animist illustrations of a Rorschach test, and ceramics imitating household objects animistically blur the relationship between object and subject.

Anna M. Szaflarski (*1984, St. Catharines, Ontario, CA) lives and works in Berlin. The textile is a collaboration with the artist Remko Van der Auwera. The ceramics were created in cooperation with Olga Milczyńska.

 

The exhibition is supported in collaboration with /
the Embassy of Canada and the LBBW Foundation






PROGRAMM / PROGRAM

 

Zur Eröffnung laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein! /
You are cordially invited to join the opening!


Sonntag, 30.6., 11 Uhr / Sunday 30.6., 11am
Eröffnung / Opening reception

Begrüßung / Addresses of welcome
Wolfgang Riehle, Vorsitzender / Chairman

Einführung / Introduction
Imke Kannegießer, Künstlerische Leitung / Artistic Director




Donnerstag, 11.7., 18 Uhr / Thursday 11.7., 6pm
Kuratorenführung mit / Curator`s Tour with Imke Kannegießer

 

Sonntag, 4.8., 14–17 Uhr / Sunday 4.8., 2–5pm
Kinder-Workshop nach Anmeldung, max. 12 Plätze /
Workshop for Kids, registration required, max. 12 participants


Zwischenspiel – Finneran / Zaumseil

Hunderte und Tausende gleiche und gleichzeitig individuelle Tonformen stehen massiv wirkenden Stahlplastiken gegenüber.


Bean Finnerans simple, elementare Formen aus dem natürlichen Material Ton konstruieren in einem additiven Verfahren Skulpturen, die trotz ihrer abstrakten Formen an reale und organische Dinge wie Anemonen, Korallen, Heuhaufen oder Grasbüschel erinnern. Die Tonkurven verbinden hierbei Geometrie mit natürlicher Imperfektion und folgen im Prozess der Herstellung natürlichen Wachstumsmustern. So wie sie »wachsen«, müssen sie zum Transport auch wieder zerlegt werden – Stück für Stück.


Andrea Zaumseils stählerne Metamorphosen erzeugen in ähnlicher Weise Raum für eine andere Realität. Wie Fragmente oder Relikte einer Welt unbekannter Naturgesetze liegen oder stehen sie in ihrer ganzen Schwere und Härte da. Strich für Strich entstanden monochrome Zeichnungen, die auf über zwei Metern Länge, Papier in stetige Schwingung versetzen. Scheinbare Ausschnitte wecken die Neugier auf das Dahinterliegende – Wellen in Aussicht auf das Meer. 

Beide Künstlerinnen erzeugen so Räume in ihrer jeweiligen Arbeitsweise. Alle Teile dieser noch unerforschten Flora laden den Betrachter ein, sie umwandernd, von Nahem und Weitem zu erschließen.


Bean Finneran
1947: geboren in Cleveland, USA, lebt in Kalifornien. Massachusetts College of Art Boston, Museum School, Boston Museum of Fine Arts.


Andrea Zaumseil
1957: geboren in Überlingen, lebt in Berlin. Studium der Germanistik und Geschichte in Konstanz, Studium der Bildhauerei in Stuttgart. Seit 2003: Professur für Bildhauerei / Schwerpunkt Metall an der Kunsthochschule Halle.


Eröffnung      
Sonntag, 17. März       
11 Uhr


Begrüßung     
Wolfgang Riehle       
Vorsitzender


Einführung      
Julia Berghoff      
Interims-Geschäftsführerin

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101 Prozent

Im Rahmen der Ausstellung 101 PROZENT vom 7. Februar bis 17. Februar 2019 präsentieren die Studenten der Hochschule Reutlingen in den Räumlichkeiten des Kunstvereins Reutlingen schwerpunktübergreifend ihre Arbeiten aus den Bereichen Textildesign / Material & Surface Design, Modedesign und Strickdesign.

Im Mittelpunkt der Vernissage steht neben den Exponaten eine spannende Laufstegperformance am 7. Februar ab 19:00 Uhr im Kunstverein!