Archiv der Kategorie: Rückblick 2018

Xylon – Holzschnitt Now!

Xylon Deutschland und Schweiz mit Gästen

Jo Achermann
Anna Arnskötter
Franca Bartholomäi
Brigitte Benkert
Franz Bucher
Bettina Bürkle
Nikolaus Cinetto
Claudia Comte
Christine Ebersbach
Frank Eissner
Peter Emch
Michael Falkenstein
Katharina Fischborn
René Fehr-Biscioni
CHC Geiselhart
Bruno Gentinetta
Gotthard Glitsch
Patrick Graf
Philipp Hennevogl
Constantin Jaxy
Gabriela Jolowicz
Peter Kalkowksy
Stefanie Kath
Christop Kleinstück
Volker Lehnert
Judith Lenz
Markus Lörwald
Jörg Mandernach
Albert Mauerhofer
Marcel Mayer
Christian Müller
Josef Felix Müller
Roswitha Pape
Thierry Perriard
Hartmut Pienik
Editha Pröbstle
Jürgen Raiber
Angelina Rolla
Andreas Rosenthal
Monika Schaber
Stefanie Schilling
Thomas Schwarz
Lothar Seruset
Gabriele Sperlich
Johannes Stugalla
Ulrich Tarlatt
Martin Thönen
Jan Peter Thorbecke
Klaus Tinkel
Kaspar Toggenburger
Sebastian Utzni
Bettina van Haaren
Rolf Winnewisser
Iréne Eydler
Wolfgang Zät
Bernd Zimmer
Lukas Zimmermann

Ein Tun ohne Bild

Abel Auer
Andreas Breunig
Kolja Gollub
Marcel Hüppauff
Paula Kamps
Beth Letain
Anna Mansen
Coline Marotta
Daniel Mohr
Natasza Niedziolka
Gabriele Straub
Wolfgang Voegele
Antje Zeiher
Josef Zekoff

 

 

Eröffnung
Sonntag
23. September, 11 Uhr

 

Begrüßung
Wolfgang Riehle
Vorsitzender

 

Einführung
Christian Malycha
ehem. Künstlerischer Leiter

 

 

 

Mehr als je
fallen die Dinge dahin, die erlebbaren, denn,
was sie verdrängend ersetzt, ist ein Tun ohne Bild.

 

Rainer Maria Rilke, Duineser Elegien
Die neunte Elegie, 1923

 

In unserer nachmodernen Wirklichkeit, die sich übervoll an Reizen als endlose Jetztzeit mit stets denselben ungreifbaren und unbegreifbaren Abläufen ins Immaterielle verschiebt, ist die künstlerische Tätigkeit nahezu die einzige Tätigkeit, die jemals mit etwas fertig wird.
Ein Kunstwerk ist ein unwiederholbarer Einzelfall. Es nimmt die Wirklichkeit nicht bloß hin, sondern ordnet die gesehenen Dinge der Welt und verwandelt sie aus der individuellen Erfahrung in ein Bild. Inmitten des diffusen virtuellen Raumes einer entschränkten Gegenwart trifft es eine Entscheidung, beweist Haltung und wird zu einem Gegenüber.
Einfach zeigt es etwa ›Haus, Brücke, Brunnen, Tor, Krug, Obstbaum, Fenster, Säule, Turm‹, wie Rilke sagt … Womit auch noch das intimste, persönlichste, verletzlichste Stillleben dieser Ausstellung zu einem »existenzfreudigen« Weltbild wird, zu dem wir uns von neuem oder wieder in Bezug setzen können.

 

 

 

Günther Förg [Ohne Titel] 1976—2008

Gemälde und Werke auf Papier aus der Sammlung Friedrichs

 

Günther Förg (1952—2013) ist ein großer Erneuerer der Malerei zwischen Moderne und Gegenwart, zwischen Europa und Amerika, zwischen abstrakt-lakonischem Minimalismus und feinfühlig gestischer Expression.

 

Der Kunstverein Reutlingen zeigt eine Auswahl seines malerischen Werks der Jahre 1976 bis 2008 aus der Sammlung von Brunhilde und Günther Friedrichs: 100 Gemälde und Papierarbeiten aus über 30 Jahren werden erstmals zusammenhängend der Öffentlichkeit vorgestellt und geben einen beeindruckenden Einblick in die ebenso riskanten wie sinnlichen Wagnisse der Malerei von Günther Förg.

 

Wie schon die gemeinsame Ausstellung von Georg Baselitz und Albert Oehlen im Herbst 2016 bildet auch »Günther Förg [Ohne Titel] 1976—2008« einen ›geschichtlichen‹ Höhepunkt im sonst jungen zeitgenössischen Programm des Kunstvereins.

 

— Zeitgleich präsentiert das Amsterdamer Stedelijk Museum die Retrospektive »Günther Förg – A Fragile Beauty« (26.5.—14.10.2018).

 

 

Eröffnung
Sonntag, 10. Juni, 11 Uhr

 

Begrüßung
Wolfgang Riehle, Vorsitzender

 

Einführung
Christian Malycha, Künstlerischer Leiter

 

 

Günther Förg
1952: geboren in Füssen.
1973—1979: Akademie der Bildenden Künste, München (Klasse Karl Fred Dahmen).
1992—1998: Professur, Staatliche Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe.
1996: Wolfgang-Hahn-Preis.
1999—2013: Professur, Akademie der Bildenden Künste, München.
2013: gestorben in Freiburg im Breisgau.

 

 

 

Seit 1974 zahlreiche internationale institutionelle Einzelausstellungen sowie Werke in öffentlichen Sammlungen, u.a.:
Chinati Foundation, Marfa. Dallas Museum of Art, Dallas. Deichtorhallen, Hamburg. Documenta IX, Kassel. Fondation Beyeler, Riehen. Gemeentemuseum, Den Haag. Haus Lange, Krefeld. IKOB – Museum für Zeitgenössische Kunst, Eupen. Instituto Valenciano de Arte Moderno, Valencia. K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf. Kunsthalle Baden-Baden. Kunsthalle Bern. Kunsthalle Bremen. Kunsthalle Karlsruhe. Kunsthalle Tübingen. Kunsthalle Winterthur. Kunsthaus Bregenz. Kunstmuseum Basel. Kunstmuseum Bonn. Kunstmuseum Luzern. Kunstmuseum Stuttgart. Kunstraum München. Langen Foundation, Neuss. Lenbachhaus, München. County Museum of Art, Los Angeles. Moderna Museet, Stockholm. Museum of Modern Art, New York. Munch Museo, Oslo. Musée d’Art Moderne de la Ville, Paris. Museo d’Arte Contemporanea, Castello di Rivoli. Museo de Arte Contemporáneo, Buenos Aires. Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid. Museum Abteiberg, Mönchengladbach. Museum Boymans van Beuningen, Rotterdam. Museum Brandhorst, München. Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main. Museum Haus Konstruktiv, Zürich. Museum Ludwig, Köln. Museum of Art, Tel Aviv. Museum of Contemporary Art, Tokio. Museum of Modern Art, Moskau. Museum of Modern Art, San Francisco. Newport Harbor Art Museum, Newport. Renaissance Society, Chicago. Saint Louis Art Museum, Saint Louis. Sammlung Grässlin, St. Georgen. Stedelijk Museum, Amsterdam. Weserburg Museum für Moderne Kunst, Bremen. ZKM, Karlsruhe.

 

© Estate Günther Förg, Münchenstein, Suisse / VG Bild-Kunst, Bonn 2018
© Wilhelm Schürmann, Günther Förg, Galerie Hetzler, Köln, 1983

 

 

 

Tamina Amadyar

In äußerster Klarheit, einfach, unmittelbar ist TAMINA AMADYARs Farbe da. Offen steht sie auf der bloßen Leinwand. Strahlend leicht, fast schwebend übersteigen die Farben ihre materielle Gebundenheit. Weit ausschwingend gleißen sie ineinander, heben, durchblenden oder überwölben einander. In Setzung und Entgegnung, Aufruhr und Ausgleich, zwischen Intimität und Intensität trägt allein die Farbe die Bildfelder.

Farbe und Licht entfalten dabei eine Sinnlichkeit, die spürbar über die Bilder hinaus weist. Nur was holt Tamina Amadyar in die Anwesenheit? Sie malt aus der Erinnerung. Und auf ihren Bildern – verborgen in der Farbe und zugleich von dieser enthüllt – scheinen so tatsächlich Orte, unscheinbare Alltagssituationen oder ganze Landschaftszüge als farbige Stimmungen, Empfindungen und Ahnungen auf. Ein Erfahrungshorizont, der Tamina Amadyars Malerei zu einem enormen Resonanzraum macht.

 

 

Eröffnung
Sonntag, 4. März, 11 Uhr

 

Begrüßung
Wolfgang Riehle
Vorsitzender

 

Einführung
Christian Malycha
Künstlerischer Leiter

 

 

 

 

TAMINA AMADYAR

1989: Geboren in Kabul, lebt seit 1994 in Deutschland. 2008–2014: Kunstakademie Düsseldorf.

Seit 2010 zahlreiche internationale Einzel- und Gruppenausstellungen, u.a.: Contemporary Fine Arts, Berlin. Eduardo Secci Contemporary, Florenz. Farbvision, Berlin. Galerie der Stadt Remscheid. Galerie Guido W. Baudach, Berlin. Gillmeier Rech, Berlin. Gold & Beton, Köln. Hooper Projects, Los Angeles. KIT, Düsseldorf. Kunsthaus Dortmund. Kunsthaus Essen. Kunstverein Heppenheim. Kunstverein Pfaffenhofen. Kunstverein Reutlingen. Ornis A. Gallery, Amsterdam. Salon Dahlmann, Berlin. Schäfer Grafisk Værksted, Kopenhagen. Sunday-S, Kopenhagen. Tanya Leighton, Berlin.

 

ÖFFNUNGSZEITEN
Mi–Fr 14–18 Uhr
Sa–So und an Feiertagen 11–17 Uhr
Karfreitag geschlossen

 

 

 

 

 

Anna Fasshauer Michail Pirgelis Rebecca Warren

Der menschliche Körper steht im Zentrum dieser Ausstellung – nicht jedoch als Abbildung oder Darstellung einer menschlichen Gestalt, sondern in seiner Abwesenheit.
Auf ganz eigene Weise haben sich ANNA FASSHAUER, MICHAIL PIRGELIS und REBECCA WARREN in den vergangenen Jahren ein plastisches oder skulpturales Vokabular erarbeitet, das um diese Leerstelle des menschlichen Körpers kreist. Durch ihr Material, den Einbezug und die Aktivierung des gesamten Raumes lösen sie das Einzelwerk in seiner Umgebung auf oder verdichten diese in markanten Konstellationen.
Und da sie mit menschlichen Proportionen und Dimensionen im Raum arbeiten sowie mit gefundenen, versetzten und weiterbearbeiteten Zeichen und Relikten menschlichen Tuns, sind die BetrachterInnen gleichsam der ›fehlende Bezug‹, die eben doch anwesende menschliche Figur.

 

 

Eröffnung
Sonntag, 4. März, 11 Uhr

 

Begrüßung
Wolfgang Riehle
Vorsitzender

 

Einführung
Christian Malycha
Künstlerischer Leiter

 

 

 

ANNA FASSHAUER
1975: geboren in Köln. 1996–1999: De Montford University, Leicester. 2000–2001: Chelsea School of Art and Design, London.
Seit 2001 institutionelle Ausstellungen, u.a.: Autocenter, Berlin. Barbican Center, London. Bregenzer Kunstverein, Bregenz. Goethe-Institut, Beirut. International Triennial of Contemporary Art, Izmir. Kunstraum Fuhrwerkswaage, Köln. Kunstverein Arnsberg. Kunstverein Offenburg. KW Kunstwerke, Berlin. Liverpool Biennale, Liverpool. London Institute, London. Orient-Institute, Beirut. Skulpturen-Triennale, Bingen am Rhein. Staatliche Kunsthalle Baden-Baden. Tabernacle, London.

 

MICHAIL PIRGELIS
1976: geboren in Essen, aufgewachsen in Xanthi. 2003–2009: Kunstakademie Düsseldorf. 2007: Villa Romana-Preis. 2008: Adolf Loos-Preis.
Seit 2005 institutionelle Ausstellungen, u.a.: Akademie der Künste, Berlin. Bundeskunsthalle, Bonn. Centro Arte Moderna e Contemporanea, La Spezia. Deste Foundation, Athen. Kunstmuseum Bonn. Kunstverein Ludwigshafen. Leopold Hoesch Museum, Düren. Malkasten, Düsseldorf. Marta, Herford. Museum Morsbroich, Leverkusen. Museum Pfalzgalerie, Kaiserslautern. Philara, Düsseldorf. Rubell Family Collection, Miami. Thessaloniki Biennale of Contemporary Art, Thessaloniki.

 

REBECCA WARREN
1965: geboren in  London. 1989–1992: Goldsmith’s College, London. 1992–1993: Chelsea College of Art, London. 2006: Turner Prize-Nominierung.
Seit 1993 institutionelle Einzelausstellungen und Werke in öffentlichen Sammlungen, u.a.: Fondation Vincent van Gogh, Arles. Henry Moore Institute, Leeds. Kunsthalle Zürich. Le Consortium, Dijon. Met Breuer, New York. Museum Dhondt-Dhaenens, Ghent. Museum of Art, Dallas. Nasher Sculpture Center, Dallas. Renaissance Society, Chicago. Serpentine Gallery, London. Tate, St. Ives. The Modern Institute, Glasgow. Whitechapel Gallery, London.

 

 

 

 

 

 

Lining

Performance & Präsentation

Ellinor Amini
Julius Billwiller
Catarina Cardinale
Towela Chisi
Pascale Damerau
Emily Häupler
Annika Klaas
Sofia Kuhnert
Madeleine Mesam
Marina Nöhre
Leila Potočki
Ronja Rademacher
Liene Sanktjohanser
Anne Schmiederer
Talitha Wagner

 

 

Eröffnung
Donnerstag, 8. Februar, 19.30 Uhr

 

 

Lining
engl.: Innenfutter
engl. to line, underline: etw. unterstreichen
engl. line: Linie; einen Weg verfolgen
engl. line: Linie; eine Grenze überschreiten

 

»Lining« bezeichnet in der Textilbranche das Innenfutter eines Kleidungsstücks. Es ist dessen Herzstück und meist ein unsichtbares, aber wichtiges Detail. In der Ausstellung »Lining« zeigen die Absolventeninnen und Absolventen der Hochschule Reutlingen in den Studienschwerpunkten Textil-, Mode- und Strickdesign die Abschlussarbeiten ihres Bachelorstudiums und damit die Herzstücke ihrer Ausbildung. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Werten wie Zusammenhalt in der Gruppe sowie der Sorgfalt beim Recherche- und Gestaltungsprozess.

 

»Lining« beinhaltet auch das englische Wort »line«, Linie, was sinnbildlich dafür steht, dass die Studierenden verbunden sind, aber zugleich jede und jeder von ihnen seine Linie, seinen eigenen Weg verfolgt.In der unkonventionellen Art der gestalterischen Sprache, der Recherche oder des kreativen Prozesses überschreiten die vorgestellten Arbeiten teils persönliche, gestalterische und soziale Grenzen. Die Ausstellung präsentiert die außerordentlichen Gestaltungsmöglichkeiten im Textil- und Modedesign, die schöpferisches und praktisches Wissen vereinen. Die Ausstellungsstücke vermitteln und unterstreichen diesen Prozess von der ersten Skizze bis hin zur Umsetzung und Präsentation des Produkts.

 

Als erstes Abschlusssemester haben sich die Studierenden der Bereiche Textildesign, Modedesign und Strickdesign erstmals für eine gemeinsame Ausstellung im Kunstverein Reutlingen entschieden, hinter der eine dreieinhalb-jährige gestalterische und persönliche Entwicklung steht. Zu sehen sind 15 künstlerisch-gestalterische Positionen mit sehr individueller Handschrift sowie statt einer herkömmlichen Modenschau eine interaktive Performance.