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Ein Tun ohne Bild

Abel Auer
Andreas Breunig
Kolja Gollub
Marcel Hüppauff
Paula Kamps
Beth Letain
Anna Mansen
Coline Marotta
Daniel Mohr
Natasza Niedziolka
Gabriele Straub
Wolfgang Voegele
Antje Zeiher
Josef Zekoff

 

 

Eröffnung
Sonntag
23. September, 11 Uhr

 

Begrüßung
Wolfgang Riehle
Vorsitzender

 

Einführung
Christian Malycha
ehem. Künstlerischer Leiter

 

 

 

Mehr als je
fallen die Dinge dahin, die erlebbaren, denn,
was sie verdrängend ersetzt, ist ein Tun ohne Bild.

 

Rainer Maria Rilke, Duineser Elegien
Die neunte Elegie, 1923

 

In unserer nachmodernen Wirklichkeit, die sich übervoll an Reizen als endlose Jetztzeit mit stets denselben ungreifbaren und unbegreifbaren Abläufen ins Immaterielle verschiebt, ist die künstlerische Tätigkeit nahezu die einzige Tätigkeit, die jemals mit etwas fertig wird.
Ein Kunstwerk ist ein unwiederholbarer Einzelfall. Es nimmt die Wirklichkeit nicht bloß hin, sondern ordnet die gesehenen Dinge der Welt und verwandelt sie aus der individuellen Erfahrung in ein Bild. Inmitten des diffusen virtuellen Raumes einer entschränkten Gegenwart trifft es eine Entscheidung, beweist Haltung und wird zu einem Gegenüber.
Einfach zeigt es etwa ›Haus, Brücke, Brunnen, Tor, Krug, Obstbaum, Fenster, Säule, Turm‹, wie Rilke sagt … Womit auch noch das intimste, persönlichste, verletzlichste Stillleben dieser Ausstellung zu einem »existenzfreudigen« Weltbild wird, zu dem wir uns von neuem oder wieder in Bezug setzen können.

 

 

 

Lining

Performance & Präsentation

Ellinor Amini
Julius Billwiller
Catarina Cardinale
Towela Chisi
Pascale Damerau
Emily Häupler
Annika Klaas
Sofia Kuhnert
Madeleine Mesam
Marina Nöhre
Leila Potočki
Ronja Rademacher
Liene Sanktjohanser
Anne Schmiederer
Talitha Wagner

 

 

Eröffnung
Donnerstag, 8. Februar, 19.30 Uhr

 

 

Lining
engl.: Innenfutter
engl. to line, underline: etw. unterstreichen
engl. line: Linie; einen Weg verfolgen
engl. line: Linie; eine Grenze überschreiten

 

»Lining« bezeichnet in der Textilbranche das Innenfutter eines Kleidungsstücks. Es ist dessen Herzstück und meist ein unsichtbares, aber wichtiges Detail. In der Ausstellung »Lining« zeigen die Absolventeninnen und Absolventen der Hochschule Reutlingen in den Studienschwerpunkten Textil-, Mode- und Strickdesign die Abschlussarbeiten ihres Bachelorstudiums und damit die Herzstücke ihrer Ausbildung. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Werten wie Zusammenhalt in der Gruppe sowie der Sorgfalt beim Recherche- und Gestaltungsprozess.

 

»Lining« beinhaltet auch das englische Wort »line«, Linie, was sinnbildlich dafür steht, dass die Studierenden verbunden sind, aber zugleich jede und jeder von ihnen seine Linie, seinen eigenen Weg verfolgt.In der unkonventionellen Art der gestalterischen Sprache, der Recherche oder des kreativen Prozesses überschreiten die vorgestellten Arbeiten teils persönliche, gestalterische und soziale Grenzen. Die Ausstellung präsentiert die außerordentlichen Gestaltungsmöglichkeiten im Textil- und Modedesign, die schöpferisches und praktisches Wissen vereinen. Die Ausstellungsstücke vermitteln und unterstreichen diesen Prozess von der ersten Skizze bis hin zur Umsetzung und Präsentation des Produkts.

 

Als erstes Abschlusssemester haben sich die Studierenden der Bereiche Textildesign, Modedesign und Strickdesign erstmals für eine gemeinsame Ausstellung im Kunstverein Reutlingen entschieden, hinter der eine dreieinhalb-jährige gestalterische und persönliche Entwicklung steht. Zu sehen sind 15 künstlerisch-gestalterische Positionen mit sehr individueller Handschrift sowie statt einer herkömmlichen Modenschau eine interaktive Performance.

 

 

 

 

Yasmina Reza – Kunst

yasmina_reza

 

2015 kooperiert der Kunstverein erstmalig mit dem Theater Reutlingen Die Tonne, das im März und April seine Spielstätte in die Ausstellungshallen in der Eberhardstraße verlegen wird und dort Yasmina Rezas »Kunst‹ aufführt:

 

Kann eine weiße Fläche Kunst sein, nur weil sie als solche deklariert wird?
Sollte man für ein Bild, auf dem scheinbar nichts zu sehen ist, Unsummen ausgeben? Kann man es ernsthaft schön finden oder muss man es unter ›Koketterie‹ oder ›Provokation‹ verbuchen? Darf man es einem engen Freund verschweigen, wenn man das Objekt seines ganzen Stolzes für völlig überflüssig und sinnlos erachtet? Sollte man es ihm nicht gerade wegen der Freundschaft sagen?

 

An Serges neuster Errungenschaft, einem monochrom weißen Bild eines scheinbar berühmten Meisters, spalten sich die Geister seiner langjährigen Freunde Marc und Yvan, die nicht einordnen können, ob ihr Freund sich mit diesem Kauf als Kunstkenner profilieren, ob er sein Geld auf moderne Art anlegen, seinen Snobismus ausleben, sich an den schockierten Reaktionen, die dieses Werk unweigerlich bei der Mehrzahl seiner Betrachter hervorrufen muss, weiden will oder am Ende völlig abhebt.

 

Zwischen wohlwollendem Verständnis, Belustigung und beleidigtem Abwenden schwanken die Freunde. Längst geht es nicht mehr um das Bild oder die Kunst: die weiße Fläche ist zur leidenschaftlichen Projektionsfläche geworden mittels derer die eigenen Selbstbilder und die gemeinsame Freundschaft hinterfragt werden.

 

 

Regie / Ausstattung: Karin Eppler
mit: Robert Atzlinger, Thomas Klees, Gunnar Kolb

 

 

Premiere
Do, 19. März 2015, 20 Uhr

 

 

Vorstellungen im März
Sa, 21. März, 20 Uhr
So, 22. März, 18 Uhr
Mi, 25. März, 20 Uhr
Do, 26. März, 20 Uhr
Fr, 27. März, 20 Uhr
Sa, 28. März, 18 Uhr, anschließend Künstlergespräch
So, 29. März, 18 Uhr

 

Vorstellungen im April
Mi, 1. April, 20 Uhr
Sa, 4. April, 20 Uhr
Mi, 8. April, 20 Uhr
So, 12. April, 18 Uhr
Mi, 15. April, 20 Uhr
Fr, 17. April, 20 Uhr
Sa, 18. April, 20 Uhr
So, 19. April, 18 Uhr

 

Kartenreservierung unter: +49 7121 93 770