Archiv des Autors: Elisabeth Weiß

Geöffnet // We’re open!

Der Kunstverein Reutlingen ist wieder für Sie geöffnet. Ein Besuch ist ohne Voranmeldung möglich. Es besteht weiterhin Maskenpflicht und das Einhalten der Abstände. Seit 1. Juni entfällt die Pflicht zum Nachweis einer Covid19-Impfung, Genesung oder negativen Testung.

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The Kunstverein Reutlingen is finally open again. A visit is possible without appointment. Please wear your face mask and keep the observance of the distances. Since June 1, the obligation to prove Covid19 vaccination, recovery or negative testing is no longer required.

Gerrit Frohne-Brinkmann – In the unlikely event of fire

– VERLÄNGERT –

Befinden wir uns im Zeitalter des Feuers? Diese Frage ist Ausgangspunkt der Einzelausstellung von Gerrit Frohne-Brinkmann. In eigens für den Kunstverein Reutlingen geschaffenen Werken spürt er humorvoll den evolutionären, gesellschaftspolitischen und ästhetischen Dimensionen von Brennendem nach.

Das Wissen um die unüberwindbare Wechselbeziehung von Vernichtung und Erschaffung, von Kontrolle und Machtverlust trifft in der Ausstellung auf die gestalterischen Mittel eines Bildhauers. So zeugen etwa filigrane, per Laser in Fotopapier eingebrannte Motive von Dokumentationsfotografien eines Feuerschadens von einem privaten Schicksal. Eine raumfüllende Installation aus einer Vielzahl von kolorierten und flackernden Himmelslaternen verweist hingegen auf die Ambivalenz zwischen Wunsch und Verbot und erinnert uns zudem schmerzlich an all die ausgefallenen Grillfeste dieses Sommers. Gerrit Frohne-Brinkmann, der in Hamburg lebt und arbeitet, verknüpft geschickt Anthropologie mit Event-Kultur und lässt aus der Kunstgeschichte bekannte Ready-Mades bewusst dilettantisch anmutenden Werken gegenüberstehen. Zusätzlich wird die Ausstellung um Leihgaben des Feuerwehrmuseums Reutlingen ergänzt, die neben den zeitgenössischen Werken neu kontextualisiert werden.

Programm

SONNTAG, 20. SEPTEMBER 2020, 11 – 17 UHR
Eröffnung der Ausstellung (ohne Rede) in Anwesenheit des Künstlers

MITTWOCH, 7. OKTOBER 2020, 18 UHR
Kurator*innenführung mit Imke Kannegießer, Teilnehmer*innenzahl begrenzt – Anmeldung erforderlich

ABGESAGT: SONNTAG, 8. NOVEMBER 2020, 15 UHR
Öffentliche Führung mit Elisabeth Weiß, Kuratorische Assistenz, Teilnehmer*innenzahl begrenzt – Anmeldung erforderlich

ABGESAGT: SONNTAG, 15. NOVEMBER 2020, 18 UHR
Künstlergespräch (Zoom) zwischen Gerrit Frohne-Brinkmann und Kune – kuneonline.net, begrenzte Zahl an Sitzen, Anmeldung erforderlich bis zum 12. NOVEMBER

Is this the Age of Fire? This question is the starting point of Gerrit Frohne-Brinkmann’s solo exhibition. He created new productions for the exhibition at the Kunstverein Reutlingen. With these he humorously traces the evolutionary, socio-political and aesthetic dimensions of burning things.

In this exhibition, the knowledge of the invincible interrelation between destruction and creation, between control and loss of power meets the creative means of a sculptor. Filigree motifs of documentary photographs depicting a fire damage burnt into photographic paper by laser bear witness to a private fate. In contrast, a room-filling installation consisting of a multitude of colored and flickering sky lanterns refers to the ambivalence between desire and prohibition. Moreover, it painfully reminds us of all the cancelled barbecues this summer. Gerrit Frohne-Brinkmann, who lives and works in Hamburg, skillfully combines anthropology with event culture. He juxtaposes ready-mades known from art history in opposition to works that seem deliberately dilettante. In addition, the exhibition will be supplemented by loans from the Reutlingen Fire Brigade Museum, which will be re-contextualized alongside the contemporary works.

Program

SUNDAY, 20 SEPTEMBER 2020, 11 AM – 5 PM
Opening (without speech) in the presence of the artist

WEDNESDAY, 7 OCTOBER 2020, 6 PM
Curator’s tour by Imke Kannegießer, limited number of participants – registration required

CANCELLED: SUNDAY, 8 NOVEMBER 2020, 3 PM
Public guided tour by Elisabeth Weiß, curatorial assistant, limited number of participants – registration required

CANCELLED: SUNDAY, 15 NOVEMBER 2020, 6 PM
Artist Talk (in German via Zoom) between Gerrit Frohne-Brinkmann and Kune – kuneonline.net, limited seating, registration required until 12 NOVEMBER

Besonderer Dank gilt / Special thanks to:

Die Ausstellung wird gefördert durch / The Exhibition ist supported by:

Der Kunstverein Reutlingen wird gefördert von / is funded by:

Jahresgaben

Das Jahr 2021 startet mit einer attraktiven Jahresgaben-Ausstellung national und international agierender Künstler*innen. Präsentiert werden Geheimtipps und etabliertere Positionen, u. a. figürliche und abstrakte Malerei, graphische Zeichnungen, Fotografien, Textilobjekte und schillernd glasierte Keramikarbeiten. Alle Werke können erworben werden zur Unterstützung der teilnehmenden Künstler*innen und des Kunstvereins.

Mit Arbeiten von: Cornelia Baltes, Bastian Börsig, Gerrit Frohne-Brinkmann, Caroline Kryzecki, Cyrill Lachauer, Zora Mann, Zoë Claire Miller, Linus Rauch und Karin Sander.

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The year 2021 starts with an attractive annual exhibition of national and international artists. Insider tips and more established positions will be presented. Among them are figurative and abstract paintings, graphic drawings, photographs, textile objects and dazzling glazed ceramic works. All works can be purchased in support of the participating artists and the Kunstverein.

With works by: Cornelia Baltes, Bastian Börsig, Gerrit Frohne-Brinkmann, Caroline Kryzecki, Cyrill Lachauer, Zora Mann, Zoë Claire Miller, Linus Rauch and Karin Sander.

Der Kunstverein Reutlingen wird gefördert von / is funded by:

GEDOK Reutlingen – Herstory. Wie wir wurden, was wir sind.

Anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der GEDOK Reutlingen öffnet die Ausstellung „Herstory. Wie wir wurden, was wir sind“ voraussichtlich am 10. März 2021 im Kunstverein Reutlingen. Die GEDOK ist das älteste und europaweit größte Netzwerk für Künstlerinnen. Neben vielen neuen Exponaten der Reutlinger Künstlerinnen und Gästen wird auch der Gründerin der Ortsgruppe Reutlingen, Leni Matthaei, gedacht.

On the occasion of the 70th anniversary of the GEDOK Reutlingen, the exhibition „Herstory. Wie wir wurden, was wir sind“ opens on 10 March 2021 at Kunstverein Reutlingen. The GEDOK is the oldest and largest network for female artists in Europe. In addition to many new exhibits by Reutlingen artists and guests, the founder of the Reutlingen local group, Leni Matthaei, will also be commemorated.

Die Ausstellung wird gefördert durch / The Exhibition ist supported by:

Der Kunstverein Reutlingen wird gefördert von / is funded by:

Distanzwahren

Präsentation der Ergebnisse des SoSe 2020 der Masterstudentinnen
der Fakultät Mode & Textildesign der Hochschule Reutlingen / Presentation of the Master students of the Faculty of Textile & Design, Reutlingen University

Kunst und andere Artefakte verändern sich, sobald sie öffentlich gemacht werden. Jede Präsentation schafft (neue) Bedeutungen sowohl für die Exponate als auch für die Beziehungen, die sie in einer Ausstellungssituation eingehen.

Die Ausstellung Distanzwahren präsentiert eine Auswahl von Ergebnissen des digitalen Sommersemesters 2020 an der Hochschule Reutlingen, das geprägt war von einem Wissenstransfer zwischen dem Digitalen/Analogen, sowie im Privaten/Öffentlichem. Es sind „Waren“ in und aus der Distanz entstanden. Jede Studentin war auf sich gestellt und musste den eigenen Raum füllen. Dabei blieb der Kontakt zu anderen bestehen, jedoch immerzu gefiltert durch die Kamera und zwang zum Distanz wahren.

Die Masterstudentinnen Nalan Batmaz (Modedesign), Katharina Lied und Magdalena Popp (beide Textildesign) setzten sich mit ökologischen, historischen und gesellschaftspolitischen Themen auseinander, die nun in der Ausstellung im Kunstverein Reutlingen in eine greifbare, tragbare oder lesbare Form übersetzt wurden.

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Art and other artifacts change as soon as they are made public. Each presentation creates (new) meanings both for the exhibits and for the relationships they enter in an exhibition situation.

The exhibition Distanzwahren presents a selection of results from the 2020 digital summer semester at Reutlingen University, which was characterized by a transfer of knowledge between the digital/analog and the private/public spheres. „Goods“ have been created in and from distance. Each student was on its own and had to fill its own space. The contact to others remained, but always filtered by the camera and forced to keep distance.

The master students Nalan Batmaz (fashion design), Katharina Lied and Magdalena Popp (both textile design) dealt with ecological, historical, and socio-political topics, which were now translated into a tangible, wearable or readable form in the exhibition at the Kunstverein Reutlingen.

Kunst Reutlingen 2020, Teil 2 & Anna und Erich Mansen

Es ist soweit, Kunst Reutlingen 2020 geht in die nächste Runde.

Ab Samstag, 4. Juli 2020, ist im Kunstverein Reutlingen Teil 2 der Kooperationsausstellung zwischen Kunstmuseum Reutlingen | Galerie und Kunstverein Reutlingen zu sehen. Versammelt werden 28 weitere Positionen, unter anderem Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Fotografie und Skulptur. So schenkt die facettenreiche Ausstellung einen weiteren spannenden Einblick in das aktuelle Kunstgeschehen und künstlerische Schaffen der Region.

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Time has come and we are very happy: Kunst Reutlingen 2020 enters the next round.

From Saturday, 4 July 2020, part 2 of the cooperative exhibition by Kunstmuseum Reutlingen | Gallery and Kunstverein Reutlingen will open at Kunstverein Reutlingen. A further 28 positions will be assembled, including painting, drawing, print, photography and sculpture. The multifaceted exhibition thus provides a further exciting insights into the current art scene and artistic creativity of the region.

In einer gänzlich neu kuratierten Ausstellung werden bis zum 16. August 2020 Arbeiten gezeigt von / Until 16 August, a completely newly curated exhibition will show works by:

Minny Beckmann, Lea Borkowski, Eva Borsdorf, Heidi Degenhardt, Susanne Dohm-Sauter, Henning Eichinger, Kathrin Fastnacht, Ulla Frenger, Gaby Frey-Bantle, Susanne Gayler, Eckart Hahn, Gudrun Heller-Hoffmann, Hermann Helmers, Susanne Immer, Ellen Junger, Yvonne Kendall, Claudia Krieger, Helga Mayer, Madeleine Mesam, Ingrid von Normann, Uwe Rogg, Ulrich Schultheiß, Eva-Maria Schulz, Brigitte Tharin, Lisa Voß, Elisabeth Wacker, Christine Ziegler, Helmut Anton Zirkelbach

Einblicke in die Ausstellung/ exhibition preview

Die Kabinett-Ausstellung Anna und Erich Mansen wird bis zum 16. August verlängert. Präsentiert werden Arbeiten aus dem Hölderlin-Zyklus von Erich Mansen, passend zum 250. Geburtstag des Dichters Friedrich Hölderlin in diesem Jahr. Ergänzt werden diese Werke von filigranen Bleistiftzeichnungen und Aquarellen von Anna Mansen.

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The cabinet exhibition Anna and Erich Mansen is extended until 16 August. Works from the Hölderlin Zyklus by Erich Mansen will be presented, in keeping with this year‘s 250th birthday of the poet Friedrich Hölderlin. These works are complemented by filigree pencil drawings and watercolours by Anna Mansen.

Ebenso wichtig wie die Kunst ist uns Ihre und unsere Gesundheit. Tragen Sie bitte während Ihres Besuchs eine Mund-Nasen-Schutz und halten Sie bitte die Abstandsregelung ein. Die Dokumentation von Kunst Reutlingen 2020 Teil 1 sowie weitere Informationen zu den Künstler*innen gibt es auf kuneonline.net.

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Your and our health is our highest priority. During your visit, please wear a mouth-and-nose protection and respect the distance regulation. The documentation of Kunst Reutlingen 2020 part 1 as well as further information about the artists can be found on kuneonline.net.

Sunah Choi – Knotenfänger

Mit dem 1860 patentierten Knotenfänger entwickelte der Metalltuchweber Christian Wandel einen Apparat für die Papierfabrikation, der die Siebe vor Verschleiß durch grobe Unreinheiten schützte und erstmals für eine konstante Papierdicke sorgte. Die eigens für den Kunstverein Reutlingen entwickelten Stahlskulpturen, Papierarbeiten und Installationen der in Südkorea geborenen und in Berlin lebenden Künstlerin Sunah Choi sind inspiriert von dieser Geschichte und Ortspezifik der Wandel-Hallen sowie von imaginierten Fertigungsprozessen einer Produktionskette. Große Stahlskulpturen aus verschweißten Gitterstrukturen nehmen hierbei Bezug auf Umkleiden oder Spinde für Personal, Wandobjekte aus Vierkantstahl lassen an ehemalige Spulen zum Trocknen von Papierbahnen erinnern und grobmaschige Installationen verweisen auf Siebmaschinen. Die Ausstellung „Knotenfänger“ spürt nicht nur der Industriegeschichte des Hauses nach, sondern thematisiert auch heutiges Arbeiten. Chois eigene Arbeitsweise ist stets geprägt von Logik und Intuition: erst häufen sich Ideen und Versuche neben einer äußerst präzisen Recherche an, dann folgt die absolute Reduktion aufs Wesentliche, die in einer strengen und gleichzeitig sehr poetischen Ästhetik mündet. Durch die Gegenüberstellung polarer Prinzipien – etwa durch die Kombination aus Massivem und Fragilem, Licht und Schatten, Konstruktion und Dekonstruktion – entsteht hierbei ein dialektisches Zusammenspiel von Raum und Zeit getragen von faszinierender Leichtigkeit und Spannung.

Sunah Choi, Glasständer 2021, Stahl, bemalte Glasplatten, 180 x 120 x 60 cm, Courtesy: Künstlerin, (c) Kunstverein Reutlingen

With the knotter he patented in 1860, the wirecloth weaver Christian Wandel developed an apparatus for paper production that protected screens from the wear caused by coarse pulp impurities, ensuring consistent paper thickness for the first time. The artist Sunah Choi, who was born in South Korea and lives in Berlin, has developed sculptures, works on paper and installations especially for the Kunstverein Reutlingen that are inspired by the local history of the Wandelhallen and the imagined manufacturing processes of a production chain. Large steel sculptures made of welded grid structures refer to changing rooms or lockers for staff, wall objects recall spools for drying paper reams, and installations of coarse mesh refer to screening machines. The exhibition “Knotenfänger” (knotter) not only traces the industrial history of the building, but also addresses contemporary work. Choi’s own work process is always characterized by logic and intuition: first, ideas and experiments accumulate alongside extremely precise research, followed by an absolute reduction to the essential, resulting in an austere yet highly poetic aesthetic. The juxtaposition of antithetical principles—such as the combination of the massive and the fragile, light and shadow, construction and deconstruction—forms a dialectical interplay of space and time borne by a fascinating lightness and yet tightly wound.

Die Ausstellung wird großzügig gefördert durch den Innovationsfonds Kunst – MWK Baden-Württemberg, der Wüstenrot Stiftung und dem Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke.

Der Kunstverein Reutlingen wird gefördert von / is funded by:

Wiedereröffnung am 14. Mai: Verlängerung „Kunst Reutlingen 2020“ & „Anna und Erich Mansen“

Es ist soweit und wir freuen uns sehr! Der Kunstverein Reutlingen ist ab Donnerstag, 14. Mai wieder für Sie geöffnet und kann zu den regulären Öffnungszeiten besucht werden (Mi-Fr 14-18 Uhr, Sa/So und an Feiertagen 11-17 Uhr). 

Ebenso wichtig wie die Kunst ist uns Ihre und unsere Gesundheit. Die Wiedereröffnung geht mit einem Hygieneplan einher, den wir entsprechend der behördlichen Vorgaben entwickelt und umgesetzt haben. Tragen Sie bitte während Ihres Besuches einen Mund-Nasen-Schutz und halten Sie die Abstandsregelungen ein. 

We are very happy! Kunstverein Reutlingen re-opens again for you on Thursday, May 14th. Visit our exhibition during the regular opening hours (Wed-Fri 14-18 h, Sat/Sun and on holidays 11-17 h).

Your and our health is our highest priority. The re-opening is accompanied by a hygiene plan, which we have developed and implemented in accordance with official regulations. During your visit, please wear a mouth-and-nose protection and respect the distance regulations.

Kunst Reutlingen 2020 & Anna und Erich Mansen

Der Kunstverein Reutlingen und das Kunstmuseum Reutlingen haben Künstler*innen in Stadt und Landkreis zu einer neuen Ausgabe der Ausstellung der Kunst Reutlingen eingeladen. Ab 1. März bietet die traditionsreiche Ausstellung „Kunst Reutlingen‟ einen facettenreichen Einblick in das aktuelle Kunstgeschehen unserer Region.

Die Ausstellungsreihe kann inzwischen auf eine siebzigjährige Tradition zurückschauen und erfreut sich ungebrochen großen Interesses, welches sich dieses Jahr in mehr als 170 Einreichungen aus unterschiedlichen Kunstgattungen wie Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Fotografie oder Skulptur manifestiert. Seit 2008 veranstalten die Städtische Galerie und der Kunstverein Reutlingen die Ausstellung gemeinsam. Die Verantwortung für die Auswahl der präsentierten Exponate liegt in den Händen einer fachkundigen und wechselnd besetzten Jury aus Künstlern, Kunstkritikern und Kuratoren.

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The Kunstverein Reutlingen and the Kunstmuseum Reutlingen have invited artists from the city and district to a new edition of the exhibition „Kunst Reutlingen“. From 1st of March, the traditional exhibition concept offers a multi-faceted insight into the current art scene in our region.

The exhibition series looks back on a seventy-year tradition, still enjoying great interest. This year, more than 170 submissions were received from various art genres such as painting, drawing, printmaking, photography or sculpture. Since 2008 the Städtische Galerie and the Kunstverein Reutlingen have been jointly organising the exhibition. The responsibility for the selection of the presented exhibits lies in the hands of an expert and changing jury of artists, art critics and curators.

Mit der Öffnung machen wir die Kooperations-Ausstellung zwischen Kunstmuseum Reutlingen I Galerie und Kunstverein Reutlingen für Sie zugänglich. Neu ist, dass die facettenreiche Ausstellung aktuellen Kunstgeschehens unserer Region ausschließlich in den Räumlichkeiten des Kunstvereins, im 1. OG der Wandel-Hallen, und in zwei Teilen präsentiert wird. Auch die Ausstellung »Anna und Erich Mansen« wird bis zum 16. August verlängert. 

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Teil / part 1: 14.05. – 28.06.
Petra Blum-Jelinek, Annika Bolsinger-Rösch, Tina Böhm, Martin Dolmetsch, Sandra Dullenkopf, David Gaiser, Ingrid Edith Gebhardt, Dagmar Geiger, Jochen Görlach, Gabriele Hasler, Annette Hecht-Bauer, Volker Illi, Friederike Just, Carmen Kübler, Beate Leinmüller, Peter Magiera, Antonia Nannt, Tanja Niederfeld, Esther Rollbühler, Michaela Ruhrmann, Jutta Vollmer, Izumi Yanagiya

Teil / part 2: 04.07. – 16.08.
Minny Beckmann, Lea Borkowski, Eva Borsdorf, Heidi Degenhardt, Susanne Dohm-Sauter, Henning Eichinger, Kathrin Fastnacht, Ulla Frenger, Gaby Frey-Bantle, Susanne Gayler, Eckart Hahn, Gudrun Heller-Hoffmann, Hermann Helmers, Susanne Immer, Ellen Junger, Yvonne Kendall, Claudia Krieger, Helga Mayer, Madeleine Mesam, Ingrid von Normann, Uwe Rogg, Ulrich Schultheiß, Eva-Maria Schulz, Brigitte Tharin, Lisa Voß, Elisabeth Wacker, Christine Ziegler, Helmut Anton Zirkelbach

Einblicke in die Ausstellung/ exhibition preview

Die diesjährige Jury/ The jury 2020: Amber Sayah, freie Kulturjournalistin und -kritikerin aus Stuttgart/ freelance cultural journalist and critic from Stuttgart, Madeleine Frey, Leiterin der Galerie Sindelfingen/ director of the Galerie Sindelfingen, Constanze Vogt, aktuelle HAP-Grieshaber-Stipendiatin/ current HAP-Grieshaber scholarship holder, Imke Kannegießer, Geschäftsführerin des Kunstvereins Reutlingen/ managing director of the Kunstverein Reutlingen, Dr. Ralf Gottschlich, Leiter Kunstsammlung Reutlingen/ head of the Reutlingen art collection.

Die diesjährige Jury: Amber Sayah, Imke Kannegießer, Madeleine Frey, Dr. Ralf Gottschlich, Constanze Vogt (von links nach rechts), Foto: Julia Berghoff.

Aus allen Bewerbungen wurden knapp 80 Positionen von 50 Künstler*innen für die Ausstellung ausgewählt./ Almost 80 positions by 50 artists were selected for the exhibition from all applications.

Werke in den Ausstellungsräumen des Kunstvereins Reutlingen / works in the exhibition rooms of Kunstverein Reutlingen

Alle an der Ausstellung beteiligte Künstlerinnen und Künstler/ all artists participating in the exhibition:


Minny Beckmann, Petra Blum-Jelinek, Tina Böhm, Annika Bolsinger-Rösch, Lea Borkowski, Eva Borsdorf, Heidi Degenhardt, Susanne Dohm-Sauter, Martin Dolmetsch, Sandra Dullenkopf, Henning Eichinger, Kathrin Fastnacht, Ulla Frenger, Gaby Frey-Bantle, David Gaiser, Susanne Gayler, Ingrid Edith Gebhardt, Dagmar Geiger, Jochen Görlach, Eckart Hahn, Gabriele Hasler, Annette Hecht-Bauer, Gudrun Heller-Hoffmann, Hermann Helmers, Volker Illi, Susanne Immer, Ellen Junger, Friederike Just, Yvonne Kendall, Claudia Krieger, Carmen Kübler, Beate Leinmüller, Peter Magiera, Anna Mansen, Erich Mansen, Helga Mayer, Madeleine Mesam, Antonia Marie Barbara Nannt, Tanja Niederfeld, Ingrid von Normann, Uwe Rogg, Esther Rollbühler, Michaela Ruhrmann, Ulrich Schultheiss, Eva-Maria Schulz, Brigitte Tharin, Jutta Vollmer, Lisa Voss, Elisabeth Wacker, Izumi Yanagiya, Christine Ziegler, Helmut Anton Zirkelbach

Programm / Program

Zur Eröffnung laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein! / You are cordially invited to join the opening!

Eröffnung / Opening reception Kunstmuseum Reutlingen | Galerie und / and Kunstverein Reutlingen: Sonntag, 01.03., 11 Uhr / Sunday 01.03., 11am

Begrüßung und Einführung im Kunstverein Reutlingen/ Addresses of welcome and Introduction at Kunstverein Reutlingen:

Robert Hahn – Bürgermeister Stadt Reutlingen / Mayor City of Reutlingen

Imke Kannegießer – Kunstverein Reutlingen

Dr. Ralf Gottschlich – Kunstmuseum Reutlingen | Galerie

Ausstellungsbegleitende Angebote im Kunstverein Reutlingen / events at Kunstverein Reutlingen:

ABGESAGT/ CANCELLED: Sonntag, 05.04.2020, 15 Uhr / Sunday, 05.04.2020, 3pm:  KÜNSTLER*INNENGESPRÄCH „Talk zum Tee“ durchgeführt von Kune – kuneonline.net / ARTIST TALK „Talk zum Tee“ presented by Kune – kuneonline.net (Anmeldung unter / sign up at  kuneonline.net@gmail.com

ABGESAGT/ CANCELLED: Samstag, 18.04.2020, 11 Uhr / Saturday, 18.04.2020, 11am:  KÜNSTLER*INNENGESPRÄCH „Talk zum Tee“ durchgeführt von Kune – kuneonline.net / ARTIST TALK „Talk zum Tee“ presented by Kune – kuneonline.net (Anmeldung unter / sign up at  kuneonline.net@gmail.com

ABGESAGT/ CANCELLED: Sonntag, 26.04.2020, 15 Uhr / Sunday, 26.04.2020, 3pm: Öffentliche Führung mit Elisabeth Weiß, Wissenschaftliche Assistenz / Public guided tour with Elisabeth Weiß, Scientific Assistant

Eine Kooperation zwischen / a cooperation between: 

wie sehen die denn aus

Präsentation der Abschlussarbeiten des Studiengangs Modedesign der Hochschule Reutlingen

Herzliche Einladung zur Vernissage am 12. Februar um 19:00 Uhr!

Präsentiert werden Kollektionen, die einerseits von experimentellen Schnitt- und Textilentwicklungen zeugen, andererseits gesellschaftspolitische Themen, wie etwa die Konventionen von Geschlechterrollen in der Mode, das Ver- und Enthüllen des Körpers oder Eigenschaften von Schutz und Transparenz von Kleidung kreativ verhandeln. Dabei sind u.a. futuristische, exzentrisch-opulente oder zeitlose Unisex-Outfits entstanden. Fließende Stoffe, Gummimatten für Bodenbeläge, mit Kunstharz beschichtete Aluminiumfolien, verschiedene Strickverfahren oder fotobelichtete Textilien sind hierbei zum Einsatz gekommen und wurden kunstvoll verarbeitet, drapiert und mit enormer handwerklicher Präzision vernäht. Vom 13. bis 16. Februar zeigen die Absolventinnen des Bachelor-Studiengangs Modedesign der Hochschule Reutlingen ihre Abschlusskollektionen in der Ausstellung „wie sehen die denn aus“.

Unique textile collections will be presented from 13-16 February at Kunstverein Reutlingen. Collections that on the one hand bear witness to experimental cut and textile developments. On the other hand, they negotiate socio-political themes, such as the conventions of gender roles in fashion, the covering and unveiling of the body or the properties of protection and transparency of clothing. In the process, futuristic, eccentric-opulent and timeless unisex outfits have emerged, among other things. Flowing fabrics, rubber mats for floor coverings, aluminium foils coated with synthetic resin, various knitting techniques or photo-exposed textiles have been used. They were artistically processed, draped and sewn with enormous craftsmanship and precision. The graduates of the bachelor’s degree course in Fashion Design at Reutlingen University will show their final collections in the exhibition „wie sehen die denn aus“.

Die diesjährigen Absolventinnen: Sanas Ebrahimi-Kajlar, Charlotte Maria Helm, Meri Mamaladze, Charlotte Nora Schwarzer, Naomé Nazire Tahmaz.

Den Ausgangspunkt für Sanas Ebrahimi-Kajlars Bachelor-Kollektion INSOMNIA bildet der Zustand der Schlaflosigkeit. Als breites Phänomen steht die Insomnie für einen gegenwärtigen Imperativ der permanenten Verfügbarkeit. Wo die unablässige Produktivität und Aktivität gefordert wird, bietet der Schlaf einen Rückzug in die Unproduktivität und Passivität – einen Schutz gegen den Drang, aus Allem einen Mehrwert zu generieren. Gleichwohl können ungeregelte Arbeitszeiten den Schlaf rauben und einen unkonzentrierten Zustand hervorbringen, der die Wahrnehmung verändert. Diesen vergleicht Sanas Ebrahimi-Kajlar mit der unerwünschten Verzerrung in medialen Bildwiedergaben. Als Begriff für solche Störungen beschreibt das Wort ‚Glitch‘ Fehler in der Programmierung von stillen oder bewegten Bildern, die zu unvorhersehbaren ästhetischen Ergebnissen führen. Diese Unberechenbarkeit übersetzt die Designerin in die aufwändige Produktion von Stoffen für ihre Kollektion, die vom Flirren der Schlaflosigkeit inspiriert sind.

Die Geschlechterfrage in der westlichen Mode bildete den Ausgangspunkt für Charlotte Maria Helms Bachelor-Kollektion CLASSIQUE. Bestimmte Mode- und Körperbilder vermitteln uns im Alltag, dass Röcke, Federn oder Perlen ausschließlich Frauen vorbehalten sind. Zudem gibt es unterschiedliche Schnittführungen, mit denen die Mode Menschen in zwei Geschlechter einteilt. In Auseinandersetzung mit diesen Phänomenen verbinden die Outfits der Kollektion Elemente, denen feminine Eigenschaften zugeschrieben werden, mit solchen, die maskulin konnotiert sind. In präzisen Schnittkonstruktionen dekonstruiert Charlotte Maria Helm die Konventionen der Geschlechterkollektion. Sie entwickelt zeitlose und elegante Unisex-Outfits, die ohne Anpassung von Männern und Frauen getragen werden können.

Kennen Sie das unheimliche Gefühl, das einen beim Anschauen von etwas Unangenehmen überkommt, das aber derart fasziniert, dass man nicht aufhören kann, hinzuschauen? Sollte man es mögen oder lieber der Unruhe, die es einem bereitet, ausweichen? Ist es ein Vergnügen mit Gewissensbissen oder die private Hölle?

Meri Mamaladzes Bachelor-Kollektion ODE TO ODD ist ein unorthodox-opulenter Albtraum, der sich um die sinnlichen Potenziale der Exzentrik, der Absonderlichkeit, des Bizarren und Seltsamen dreht. ODE TO ODD ist ‘Performance Art to go’. Die Schnittgestaltung hat zum Ziel, das Laufen zu erschweren oder die Handbewegungen einzuschränken. So werden Zustände des Gefangen-Seins und des Kontrollverlusts initiiert. Körperzustände der Unsicherheit, Unberechenbarkeit und des Nicht-Mehr-Herauskommens bilden den Ausgangspunkt für die Outfits der Kollektion.

In Protestbewegungen entstehen Zeichen, Bilder und Parolen, die für kollektive Identitäten stehen. Oft werden Slogans ikonisch. So auch eine Metapher des Kampfkünstlers und Schauspielers Bruce Lee, die besagt, dass wenn man sich so formlos und fließend wie Wasser bewege, dann wäre man unschlagbar. In den jüngsten Protesten in Hong Kong wurde diese Metapher zur Maxime des In-Bewegung-Bleibens. Indem sich die Protestierenden geschmeidig durch die Stadt bewegten, hofften sie die physische Konfrontation mit der Polizei zu vermeiden. Dabei erinnert die Situation, in der die hochentwickelte, digitale, chinesische Überwachungstechnik zum Einsatz kommt, an das Science-Fiction-Genre Cyberpunk. Scheinbar gegensätzliche Eigenschaften wie Schutz und Transparenz werden im Protest gegen diese Zustände gleichermaßen wichtig. Durch starke Materialkontraste verarbeitet Charlotte Nora Schwarzers Bachelor-Kollektion BE WATER dieses Paradox und das daraus resultierende Gefühl der Unwirklichkeit.

„Als Kinder bauten wir Höhlen. Wir räumten das Zimmer frei, suchten in Schränken, in Kisten und unter Betten nach Laken und Decken. Wäscheklammern dienten als Befestigung. Die Laken bedeckten den Raum. Innen platzierten wir kleine Lichter, die die Höhle aufheizten. An das Abbauen kann ich mich nicht mehr erinnern. Auch als Erwachsene bauen wir diese Höhlen, nur sind sie unsichtbar.“

Naomé Nazire Tahmaz‘ Bachelor-Kollektion CANVAS ist ein stiller Monolog textiler Schleier. Ein Spiel mit der Symbolkraft von Materialien, die durch ihre Herstellung, beispielsweise in Strickverfahren, Bearbeitung mit fotografischen Emulsionen, aber auch durch ihre Vergangenheit eine schleierhafte Wirkung erhalten. Die Kollektion bewegt sich zwischen dem Ver- und Enthüllen. Es ist nicht eindeutig zu sagen, ob gerade versteckt oder entblößt wird.