Aktuell

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Julia Berghoff

 

Den Kunstverein Reutlingen lernte ich 2016 über ein Praktikum im Zuge meines Master Studiums der Kunstgeschichte an der Universität Tübingen kennen. Durch die darauffolgende Wissenschaftliche Assistenz bekam ich die Möglichkeit, eine Privatsammlung zu inventarisieren und auch in alle internen Arbeitsbereiche des Kunstvereins eingebunden zu werden. Im Frühjahr 2017 kam zur Wissenschaftlichen Assistenz die Büroleitung hinzu. Seit Christian Malychas Demission zum September 2018 stehe ich nun bis zur Ernennung der neuen Künstlerischen Leitung für Sie auch als Interims-Leitung bei allen Fragen, Anmerkungen oder Auskünften zur Verfügung.

 

Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme!

 

 


23. September – 11. November 2018

Ein Tun ohne Bild

Abel Auer
Andreas Breunig
Kolja Gollub
Marcel Hüppauff
Paula Kamps
Beth Letain
Anna Mansen
Coline Marotta
Daniel Mohr
Natasza Niedziolka
Gabriele Straub
Wolfgang Voegele
Antje Zeiher
Josef Zekoff

 

 

Eröffnung
Sonntag
23. September, 11 Uhr

 

Begrüßung
Wolfgang Riehle
Vorsitzender

 

Einführung
Christian Malycha
ehem. Künstlerischer Leiter

 

 

 

Mehr als je
fallen die Dinge dahin, die erlebbaren, denn,
was sie verdrängend ersetzt, ist ein Tun ohne Bild.

 

Rainer Maria Rilke, Duineser Elegien
Die neunte Elegie, 1923

 

In unserer nachmodernen Wirklichkeit, die sich übervoll an Reizen als endlose Jetztzeit mit stets denselben ungreifbaren und unbegreifbaren Abläufen ins Immaterielle verschiebt, ist die künstlerische Tätigkeit nahezu die einzige Tätigkeit, die jemals mit etwas fertig wird.
Ein Kunstwerk ist ein unwiederholbarer Einzelfall. Es nimmt die Wirklichkeit nicht bloß hin, sondern ordnet die gesehenen Dinge der Welt und verwandelt sie aus der individuellen Erfahrung in ein Bild. Inmitten des diffusen virtuellen Raumes einer entschränkten Gegenwart trifft es eine Entscheidung, beweist Haltung und wird zu einem Gegenüber.
Einfach zeigt es etwa ›Haus, Brücke, Brunnen, Tor, Krug, Obstbaum, Fenster, Säule, Turm‹, wie Rilke sagt … Womit auch noch das intimste, persönlichste, verletzlichste Stillleben dieser Ausstellung zu einem »existenzfreudigen« Weltbild wird, zu dem wir uns von neuem oder wieder in Bezug setzen können.